Wohnprojekt "Wohnen verbindet" in Selm (Kreis Unna) nimmt Formen an

 

„Wohnen verbindet“ steht für ein zukünftiges Wohnprojekt für ältere Menschen mit Suchterkrankung und Doppeldiagnose. Das Apartmenthaus soll MieterInnen einen Rahmen zur selbstbestimmten Lebensgestaltung ermöglichen. Einzelappartements mit großzügiger Gemeinschaftsfläche und eine quartiersnahe zentrale Lage sollen voraussichtlich 11 Menschen ein zu Hause bieten. Angebote für ältere und vorgealterte Personen mit Suchtbiographie, die verschiedene Unterstützungsbedarfe haben und nicht in eine Pflegeeinrichtung umziehen wollen, sind immer noch selten. Daher ist die Umsetzung innovativ in Bezug auf Menschen in dieser Lebensphase. Die Kombination aus professioneller Unterstützung (Intensiv Ambulant Betreutes Wohnen), niedrigschwelligen Angeboten und einer mind. 2-jährigen Quartiersarbeit vor Ort sowie technikunterstützem Wohnen bilden die tragenden Säulen des Wohnprojektes.

„Es ist schon interessant, was in letzter Zeit -trotz Corona- alles vorwärts gegangen ist. Als wir uns 2017 zur Teilnahme am LWL-Ideenwettbewerb entschieden haben, hätten wir nicht gedacht, dass wir mit der SEWO (Bauherr und Investor, Anm. d. Red.) in SELM fündig werden. Nach den bisherigen Erfahrungen kann ich nur sagen: Schön, dass es so gekommen ist,“ bemerkt Janis Drögekamp, Geschäftsführer der Eingliederungshilfen und Projektleiter des Wohnprojektes „Wohnen verbindet“. Mittlerweile ist ein Grundstück gefunden worden und zahlreiche offene und interessierte Kontakte mit Anwohnern, Gemeindemitgliedern der Kirchengemeinde St. Ludger in Selm und der Kommunalpolitik bildeten positive Meilensteine.

Im Zusammenarbeit mit einem Wittener Architekturbüro werden nun Bauentwürfe weiter verfeinert. Entstehen werden ca. 11 barrierefreie Einzelappartements, die auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen, ein sicheres Wohnumfeld bieten. Parallel verfeinern Britta Klink, Fachdienstleiterin im Kreis Unna, und Janis Drögekamp ein Konzept für die anstehende Quartiersarbeit. „Neben tragfähigen Brücken ins Quartier möchten wir insbesondere Anwohner und Interessierte inhaltlich abholen, sodass Befürchtungen und „negative Bilder“ abgebaut werden. So kann gelebte Teilhabe für KlientInnen und BürgerInnen vor Ort gelingen. Die Erfahrung aus ähnlichen Wohnprojekten bi Integra e.V. zeigen, dass es gelingt“, so Frau Klink.
Wann der 1. Spatenstich und die Quartiersarbeit starten wird, ist aktuell noch offen. „Ich schätze, dass wir in 2023 unsere ersten MieterInnen im Wohnprojekt begrüßen werden“, zeigt sich Herr Drögekamp zuversichtlich.

Bis dahin freuen sich der Fachdienst Unna und die zukünftigen QuartiersgestalterInnen auf weitere Kontakte vor Ort und den Einstieg in die Quartiersarbeit.

Weitere Infos und Projektstatus:
https://www.ideenschmiede-inklusives-wohnen.lwl.org/wohnprojekte/wohnen-verbindet/

 

 

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